ENERGIE- UND VERSORGUNGSWIRTSCHAFT
SICHER. STARK. NACHHALTIG: RESILIENZ FÜR DIE ENERGIE- UND VERSORGUNGSWIRTSCHAFT
Strom-, Gas-, Wasserversorgung und Abfallentsorgung – ohne diese und weitere kritische Infrastrukturen stünde vieles still. Zunehmende Cyberbedrohungen, wachsende regulatorische Anforderungen und der Druck, in wirtschaftlich und politisch unsicheren Zeiten resilient zu bleiben, stellen die Energie- und Versorgungswirtschaft jedoch vor Herausforderungen. Um diese zu meistern, braucht es ganzheitliche Ansätze, welche die Sicherheit und Betriebskontinuität garantieren.
Bedrohungen und Anforderungen nehmen zu
Die Versorgung mit unentbehrlichen Gütern und Dienstleistungen wie Strom, Wasser, Gas und weiteren übernehmen in Deutschland sogenannte Kritische Infrastrukturen (KRITIS). Wie bedeutsam diese sind, wird häufig erst klar, wenn es zu Störungen kommt. So können zum Beispiel Cyberangriffe, technische Ausfälle, aber auch Naturkatastrophen für Infrastrukturen in der Energie- und Versorgungswirtschaft schwerwiegende Konsequenzen haben.
Tendenziell nehmen die Bedrohungen unterschiedlicher Art zu. Diese können nicht nur technischer und finanzieller Natur sein, sondern auch weitreichende gesellschaftliche, sicherheits- und geopolitische Auswirkungen haben. Ein Beispiel: Energieversorger sind zentral für die Funktionsweise von Industrie, Transport und Haushalten. Ein Cyberangriff könnte den Betrieb ganzer Unternehmen und Industrien lahmlegen, bis hin zu vorübergehender Handlungsunfähigkeit.
Gleichzeitig zwingen immer höhere Anforderungen und Regularien zum Beispiel zur Senkung von CO2-Emissionen und Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien die Unternehmen zum Handeln.
Gesetze zur Stärkung der kritischen Infrastrukturen
Gesetzliche Vorgaben wie das NIS-2-Umsetzungs- und Cybersicherheitsstärkungsgesetz und das KRITIS-Dachgesetz wollen diese und andere Branchen stärken. Um dies zu erreichen, sind von Unternehmen umfassende Sicherheitsmaßnahmen gefordert.
KRITIS-Dachgesetz: Im November 2024 hat das Bundeskabinett den Regierungsentwurf des Gesetzes zur Umsetzung der CER-Richtlinie und zur Stärkung der Resilienz kritischer Anlagen (KRITIS-DachG) verabschiedet.
Die KRITIS-Regulierung definiert in Deutschland acht KRITIS-Sektoren, in denen Betreiber die Allge-meinheit mit kritischen Dienstleistungen durch Kritische Infrastrukturen versorgen. Die einzelnen Sektoren sind im BSI-Gesetz definiert. Die bis 2025 verspätete NIS2-Umsetzung erweitert die Definition und Zahl der Sektoren.
Die EU-Regulierung für Kritische Infrastrukturen erweitert deutsche KRITIS-Sektoren durch NIS2 und RCE. Die EU RCE Directive bzw. die CER-Richtlinie (EU 2022/2557) reguliert Resilienz bei Kritischen Infrastrukturen in der EU durch Maßnahmen in Unternehmen und staatliche Aufsicht. Mit der EU NIS2-Umsetzung und dem KRITIS-Dachgesetz erweitern sich kritische Sektoren, Dienstleistungen und Betreiber ab 2025 deutlich. Neben den bisherigen KRITIS-Betreibern kommen mittlere und Großunternehmen als Einrichtungen in vielen Sektoren dazu.
Zwei Kriterien müssen dabei erfüllt sein: eine Einrichtung muss essenziell für die Gesamtversorgung in Deutschland sein und mehr als 500.000 Personen versorgen. Für die Betreiber werden Mindestanforderungen für den Schutz festgelegt. Das können zum Beispiel Notfallteams, Schulungen für Beschäftigte, ein stärkerer Objektschutz, Notfall-Kommunikationsmittel, eine Notstromversorgung und Maßnahmen zur Ausfallsicherheit sein. Betreiber kritischer Anlagen müssen außerdem Sicherheitsvorfälle melden, die die Erbringung wesentlicher Dienste stören oder erheblich stören können.
NIS-2-Umsetzungs- und Cybersicherheitsstärkungsgesetz: Neben dem KRITIS-Dachgesetz hat das Bundesinnenministerium zudem einen Entwurf für ein NIS-2-Umsetzungs- und Cybersicherheitsstärkungsgesetz erarbeitet (NIS2UmsuCG). Im Juli 2024 hat das Bundeskabinett den Regierungsentwurf beschlossen. Das Gesetz soll im März 2025 in Kraft treten. Ziel der NIS-2-Umsetzungsgesetzes ist die Einführung verbindlicher Maßnahmen für die Wirtschaft, mit denen in der gesamten Europäischen Union ein hohes gemeinsames Cybersicherheitsniveau sichergestellt werden soll. Dazu gehört auch die Implementierung eines effektiven Business Continuity Managements (BCM), um die Betriebsfähigkeit bei Störungen oder Angriffen sicherzustellen.
Ganzheitliche Strategie ist der Schlüssel
Um diese Gesetze zu erfüllen, benötigen Unternehmen der Energie- und Versorgungswirtschaft eine umfassende Sicherheitsstrategie. Die Stärkung von Informationssicherheit, Datenschutz und Notfall- und Krisenmanagement ist essenziell, um gesetzeskonform zu agieren, Risiken zu minimieren und den Betrieb auch in Krisensituationen sicherzustellen.
Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfordert nicht nur technologische, sondern auch organisatorische Anpassungen. Von der Sicherung sensibler Daten über robuste IT-Systeme bis hin zu klar definierten Prozessen für Krisenfälle: Nur ein integrierter Ansatz kann den wachsenden Anforderungen gerecht werden.
CARMAO: Ihr Partner für organisationale Resilienz und Sicherheit
CARMAO bietet Lösungen, die speziell auf die Anforderungen der Energie- und Versorgungswirtschaft abgestimmt sind.
Der Fokus liegt dabei auf der Steigerung der organisationalen Resilienz durch ganzheitliche Strategien und das CHARISMA Resilience Management Framework. Das Framework basiert auf internationalen Normen wie z.B. der ISO/IEC 27001, ISO 23001 und weiteren international anerkannten Best Practice-Ansätzen. Betreiber kritischer Infrastrukturen erhalten damit ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) und Business Continuity Management System (BCMS), das präzise ihren individuellen Anforderungen entspricht und sich dynamisch weiterentwickeln lässt.
Neben dem Aufbau und der Weiterentwicklung eines ISMS, der Implementierung von BCM-Systemen und der Unterstützung bei der Einhaltung regulatorischer Anforderungen ist CARMAO spezialisiert auf Beratung und Schulung zur Stärkung der Sicherheitskultur sowie Notfall- und Krisenmanagement.
CARMAO unterstützt Unternehmen damit beim Aufbau einer ganzheitlichen Sicherheitsorganisation durch integrierte Managementsysteme. So wird das Risikomanagement gestärkt, präventive Maßnahmen werden etabliert und es entstehen robuste Strukturen zur Bewältigung von Störungen, Notfällen und Krisen (Notfallvorsorge und Notfallreaktion).
Durch die CARMAO-Leistungen werden Unternehmen in der Energie- und Versorgungswirtschaft widerstands- und zukunftsfähiger. Sie erlangen nachhaltige Verbesserung der Resilienz (Sicherheit, Kontinuität und Qualität) in allen Bereichen.
Das CARMAO-Leistungsspektrum für kritische Infrastrukturen umfasst unter anderem:
- Informationssicherheit
- Business Continuity Management
- Datenschutz
- Qualitätsmanagement
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