Fokusthemen

UNTERNEHMENSRESILIENZ.INFORMATIONSSICHERHEIT.MEHR

Unser Fokus im August 2022

Retter in der Not: Disaster Recovery

Wenn die IT-Infrastruktur eines Unternehmens nach einem Störungs- oder Katastrophenfall in wichtigen Teilen lahmgelegt ist, dann bedarf es schneller Rettung. „Disaster Recovery“ als wichtiger Baustein der Unternehmensresilienz hilft dabei, wieder Zugriff zu erlangen bzw. die Funktionsfähigkeit wiederherzustellen. Als Spezialist für Unternehmensresilienz zeigen wir auf, welche Maßnahmen notwendig sind, um zum Normalzustand zurückzukehren.

Nach einer Naturkatastrophe oder anderen Zwischenfällen wie Cyberangriffen oder Betriebsstörungen ist schnelles Handeln im Sinne einer Disaster Recovery gefragt. Dazu zählen Maßnahmen wie zum Beispiel das Ersetzen nicht mehr verwendbarer Hardware und das „Wiederankurbeln“ von Geschäftsprozessen. Dabei wird zunächst ein Notbetrieb mit den Mindestanforderungen hochgefahren und dann sukzessive die vollständige Wiederherstellung durchgeführt. Die Replikation der Daten bzw. Infrastruktur findet häufig an einem externen Standort statt, der nicht von dem Zwischenfall betroffen ist.

Unser Geschäftsführer Ulrich Heun erklärt: „Den weitreichenden Folgen eines Zwischenfalls kann man vorbeugen. In jedem Betrieb sollte heute ein zuverlässiges Backup Grundvoraussetzung sein. Leider messen immer noch viele Unternehmen dieser essenziellen Maßnahme zur Datensicherung keine hohe Bedeutung bei. Da extreme Wetterereignisse, Pandemien und Cybercrime zunehmen, wird es immer wichtiger, zum einen Daten zu sichern und zum anderen einen Disaster Recovery-Plan aufstellen, um im Ernstfall schnell reagieren zu können.“

Maßnahmen-Plan erstellen und Wirksamkeit testen

Ein Disaster Recovery-Plan legt Maßnahmen, Verfahren und Vorgaben dazu fest, wie in einem Störungs- oder Katastrophenfall zu reagieren ist. Ziel ist es, die Auswirkungen auf das Unternehmen so gut wie möglich zu minimieren. Bestandteil des IT-Notfallplans sind auch Eskalationsstufen, Meldewege und definierte Zuständigkeiten. Ein Disaster Recovery-Test überprüft die Wirksamkeit des Disaster Recovery-Plans. Er zeigt auf, ob bei einem Störfall die verschiedenen Maßnahmen und Verfahren greifen und die Wiederherstellung der IT-Infrastruktur gelingen kann. Regelmäßig durchgeführte Tests halten den Disaster Recovery-Plan aktuell. Darüber hinaus schult er die Mitarbeitenden. Diese sind besser im Bilde, welche Tätigkeiten im Notfall durchzuführen bzw. welche Vorgaben zu erfüllen sind.

Business Impact-Analysen identifizieren kritische Geschäftsprozesse

Für ein Disaster Recovery-Konzept sind Business Impact Analysen (BIA) der wichtigsten Geschäftsprozesse essenziell. Verantwortliche sind so in der Lage, die Reihenfolge für den Wiederanlauf des Betriebs entsprechend der Kritikalität sowie der technischen und organisatorischen Abhängigkeiten im Detail planen. BIA dienen zur Identifikation der kritischen Geschäftsprozesse und Ressourcen. Zudem ermitteln sie Kenngrößen für die Wiederaufnahme nach Unterbrechungen und unterstützen außerdem dabei, wirtschaftliche Prioritäten des Unternehmens leichter zu definieren. Business Impact Analysen werden oft mit Hilfe von Fragebögen und/oder DR-Planungstools vorgenommen. Die Tools bieten unter anderem Funktionen zur leichteren Datenerfassung und -analyse.

„Wir bieten spezielle Konzepte, Beratung und Tools im Sinne einer ganzheitlichen Unternehmensresilienz. Damit können Unternehmen eine starke Prävention zur Notfallvermeidung betreiben. Tritt der Ernstfall dennoch ein, ist ein Disaster Recovery-Konzept ein gutes Rüstzeug, um größere Schäden einzudämmen“, erklärt Ulrich Heun.

Sprechen Sie auch mit unseren Experten für Business Continuity für nähere Informationen.

Unser Fokus im Juli 2022

Warum der Datenschutz beim mobilen Arbeiten mitreisen sollte

Seit Beginn der Corona-Pandemie liegt mobiles Arbeiten stark im Trend. Wie selbstverständlich werden heute von zuhause aus online Team-Meetings abgehalten, unterwegs per Smartphone sensible E-Mails verschickt oder auf dem Laptop im Café neue Anwendungen programmiert. Vielen ist dabei nicht bewusst, dass ihr mobiles Arbeiten nicht datenschutzkonform durchgeführt wird. Die möglichen Folgen: Missbrauch, Manipulation oder der Verlust von Daten.

Wir zeigen auf, wer beim Umgang mit sensiblen Daten in puncto Datenschutz in der Pflicht und wer in der Verantwortung steht.

„Die mobile Arbeit bietet einige Vorteile wie zum Beispiel Flexibilität. Sie erhöht jedoch auch das Risiko, dass datenschutzrechtliche Vorgaben nicht eingehalten werden. Nachlässigkeit kann hier zum Beispiel zum Missbrauch von Berechtigungen, zur Manipulation von Hard- oder Software durch Dritte oder zum Zugriff auf Personal- und Kundendaten durch Unbefugte führen. Sogar der komplette Datenverlust kann eine Folge sein“, erklärt unser Geschäftsführer Ulrich Heun.

Arbeitgeber trägt die Verantwortung für Schäden

Verursacht werden Missbräuche und Schadensfälle oftmals durch die fehlerhafte Nutzung bzw. Administration von Geräten und Systemen oder durch das unbefugte Eindringen in IT-Systeme. Dies kann zu ernsthaften Konsequenzen für das Unternehmen führen. Ulrich Heun sagt: „Obwohl der Arbeitgeber außerhalb des Büros nur beschränkte Kontrollrechte und Einflussmöglichkeiten hat, muss er die Verantwortung übernehmen, wenn es zu Schäden auf Grund mangelnden Datenschutzes kommt.“

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) unterstreicht dies. Gemäß Art. 4 Nr. 7 bleibt der Arbeitgeber immer für die Datenverarbeitung verantwortlich. Ihm gegenüber können damit Schadensersatzansprüche und Bußgelder geltend gemacht werden, wenn der Datenschutz im Home-Office oder mobil nicht ausreichend umgesetzt wurde.

Der Schutz sensibler Daten ist Pflicht des Arbeitnehmers

Auch wenn der Arbeitgeber die Verantwortung trägt, die Mitarbeitenden stehen in der Pflicht, stets alle ihre Tätigkeit betreffenden Richtlinien oder Anweisungen im Umgang mit Daten einzuhalten. Dies gilt besonders für Vorgaben, die die Sicherheit personen-bezogener Daten betreffen.

„Wer mobil arbeitet, muss sensible Daten mit der gleichen Sorgfalt schützen wie im Büro. Daten sollten beispielsweise grundsätzlich nicht auf lokalen Festplatten oder Datenspeichern von Endgeräten gespeichert werden, die nicht im Eigentum oder Besitz des Arbeitgebers stehen“, sagt Ulrich Heun.

Der Arbeitgeber ist demnach angehalten, Hard- und Software bereitzustellen oder zu genehmigen. Ausschließlich diese darf dann von den Mitarbeitenden für die Speicherung von Daten genutzt werden. Beschäftigte, die im Home-Office oder von unterwegs arbeiten, müssen zudem sicherstellen, dass andere Personen keinen Zugang zu den im Zusammenhang mit der Beschäftigung verarbeiteten Daten erhalten. Besteht trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein berechtigter Verdacht, dass die Datensicherheit, insbesondere die Vertraulichkeit von Daten, gefährdet sein kann, so müssen Mitarbeitende dies unverzüglich dem Unternehmen melden.

Sprechen Sie für weitere Informationen unser Datenschutz-Team an:

© 2022 by CARMAO GmbH

Impressum                    Datenschutz

Kontakt